First and furious ...

Mein erster Eintrag.Und ja ich habe ihm aus aktuellen Anlass Chester Bennington gewidmet.Ich bin vielleicht nicht der größte Fan, aber ein Fan seit 12 Jahren. Also mein halbes Leben eigentlich.Und irgendwie ist es schon seltsam, wenn jemand der so indirekt dich musikalisch immer begleitet hat nicht mehr da ist.For you, Chester:Du warst immer irgendwie da. Immer irgendwie habe ich mal wieder in deine Songs reingehört. Immer mal wieder mich gefreut dich im Fernsehen zu sehen, im Radio zu hören oder etwas über dich, Mike und den Rest der Band zu lesen. Du warst Bestandteil. Jemand, an den ich gerne dachte, weil du denjenigen verkörpert hast, der es immer geschafft hatte gegen seine Dämonen anzukämpfen.Natürlich weiß ich nicht genau wie es in dir aussah. Geschweige denn was du wirklich durchgemacht hast. Natürlich war es mir bewusst, dass niemand einfach so solche Texte schreibt und so herzergreifend singt. Da steckt immer eine Geschichte hintendran. Im Nachhinein bin ich sehr traurig, dass ich dir nicht mehr Zeit und Raum gab in meinem Leben. Dir nie diesen Fanbrief geschrieben habe. Wobei ich nur eine von vielen bin. Was zählt meine Stimme schon?Und doch bin ich seit Donnerstag in einer Schockstarre. Ich weine irgendwie auch. Und wenn ich jetzt an Linkin Park denke, denke ich nicht mehr an die coole Band, sondern daran dass du tot bist und somit auch Linkin Park in gewisser Weise nicht mehr da ist.Ich freue mich dass deine Musik wieder mehr Platz in den Charts findet. Mehr Gehör bei den Fans findet und bei solchen, die es werden wollen.Dass endlich weniger Leute so herablassend über das neue Album sprechen.Klar, fand auch ich es am Anfang etwas untypisch für euch. Es war einfach neuer Sound. Ruhiger. Trauriger. Leiser. Umso lauter in den Lyrics. Und doch gab ich allem eine Chance, bevor ich laut mein Urteil in die Welt schrie. Künstler verändern sich. Und gerade als ich die neuen Songs live gehört habe, wusste ich dass man sehr wohl das neue Album hören kann.Jetzt finden nur alle anderen es auch gut, weil du nicht mehr da bist.Bin ich jetzt genau wie sie?Vielleicht bin ich nicht wirklich besser? Was habe ich schon getan um dir zu helfen?Gar nichts.Aber was hätte ich auch tun sollen?Ich bin schockiert. Traurig. Du warst doch immer irgendwie da.Ich will nicht an den Tod denken, wenn ich an Linkin Park denke.Nicht daran, wie sich Mike und die anderen nach so langer Zeit fühlen müssen. Wie sich deine Familie fühlen muss. Deine Frau. Deine Kinder.Ich glaube nicht, dass sie dir egal sind. Niemals.Aber ich denke jetzt daran, wie ihr Herz gebrochen sein muss und ich kenne den gleichen Schmerz und weiß dass auch meins gebrochen ist.Die Hoffnung ist tot. Das denke ich immer wieder.Und irgendwie fehlst du mir. Das ist pervers. Wir kannten uns gar nicht. Ich kannte den Star, nicht den Mensch, der du warst. Und doch bin ich in Schockstarre.Weil du mir Hoffnung gabst? Weil ich mich nicht so alleine fühlte in schweren Zeiten, weil es da deine Musik gab. Immer wenn ich traurig war, gab es irgendein Linkin Park Lied, dass mir das Gefühl gab nicht alleine zu sein.Immer träumte ich davon euch zu sehen.Dass es so kurz vor deinem Ende war, ist Glück und Unglück zu gleich.Ich wünsche mir noch immer, dass es nicht stimmt.Dass alles nur ein Witz ist. Dass es unecht ist.Dass du noch da bist.Obwohl ich nicht weiß wie krank du wirklich warst.Niemand entscheidet sich einfach so für den Tod.Da muss so viel Schmerz, so viel Hoffnungslosigkeit und soviel Lebensunlust dahinter stecken, damit man überhaupt auf die Idee kommt so etwas zu tun.Und ich kenne diesen Schmerz. Und kann dich verstehen.Verstehen warum du gegangen bist.Denn wenn dein Kopf, dein Herz und dein ganzer Körper nur noch aus Leid und Schmerz besteht, ist es kaum auszuhalten.Ich wünsche mir wirklich du hättest die Hilfe, das Leben und die Lösung gefunden es nicht zu tun.Aber nun ist es so. Und deine Engsten, deine Liebsten und deine Fans und Follower werden das akzeptieren müssen.Noch kann ich dich nicht abschließen.Aber ich weiß es kommt der Tag, da gehst du in meine guten Erinnerungen über.Und ich werde nicht mehr weinen, wenn ich an dich denke. Sondern deine Musik in Ehren hören.Ich hoffe es zumindest. Denn nachdem das passiert ist, weiß ich, dass ich wieder mehr gegen meine Dämonen vorgehen sollte. Ihnen wieder Raum geben sollte, bevor sie mir irgendwann zu groß werden und mich mit in den Abgrund reißen. Auch möchte ich nun wieder mehr im Augenblick leben. Menschen aussperren, die mir nicht gut tun. Und weniger daran denken, wie wichtig es ist gemocht zu werden, sondern wie wichtig es ist was ich im eigenen Leben möchte.Das Geld und Ruhm keine Lösung sind.Dass ich wohl selbst mein eigener Retter werden muss.Das habe ich bevor ich dich kannte schon irgenwie gewusst.Doch deine Tragik hat es mir deutlich gemacht, dass ich eigentlich nicht sterben möchte, weil ich es nicht mehr aushalte, sondern weil ich irgendwann alt und gebrechlich geworden bin.Es ist nicht fair, dass es unter solchen Umständen passiert.Weder dir, noch mir gegenüber.Aber heute habe ich beschlossen für das Leben zu kämpfen.Damit deine Musik mich nicht umsonst durch schwere Zeiten getragen hat.Damit ich ein Fan bleiben kann.Du bist in meinem Herzen. Ich bin dir dankbar. Als Fan und Mensch.Danke dass es dich gegeben hat.Bitte finde deinen Frieden. Finde den Ort, an dem du nun wieder mit Chris Cornell und anderen Wegbegleitern zusammen sein kannst. Hoffentlich geht es dir gut, wo immer du hin bist.Ich wünsche dir alles Gute und verabschiede mich in Schmerz, Trauer und Loslassen.In the end, you did matter. Your castle of glass broke. Life made you powerless. But in the end, the only thing that matters is to find peace.Find it. Keep it. And someday we'll see each other. And we will leave out all the rest that hurted us.Thank you so much to make me strong when the sky turned black.Danke Chester.In Liebe.

25.7.17 19:47

Letzte Einträge: Auf der Stelle treten, Prolog, Einführung, Beginn, etwas das eben anfängt

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Beth / Website (26.7.17 16:15)
Herzlich willkommen auf Myblog :-).

Dein Brief an Chester ist wirklich sehr ergreifend und hat mich tief berührt. Für mich als langjähriger Linkin Park Fan war es ebenso ein Schock gewesen, als ich von seinem Suizid gehört habe. Hoffen wir, es geht ihm gut, da wo er jetzt ist.

Hoffentlich gibt es bald noch mehr von dir zu lesen .

Liebe Grüße

Beth

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