Auf der Stelle treten

Ich denke rückwärts. Die Zeit vorwärts.Wir kollidieren und ich weiß weder ein noch aus. Ich habe mich fest getreten und weiß nicht wie ich mich aus dem Treibsand, der aus meinen eigenen Gedanken besteht, befreien soll. Und weil ich dagegen ankämpfe sinke ich weiter ein. Doch würde Stehen bleiben wirklich helfen? Oder ist das nur beim Treibsand so?Warum mich meine Vergangenheit so blockiert?Weil ich tatsächlich dumm genug bin meine Feinde zu vermissen und zu betrauern, dass ich frühere Freunde verloren habe.Ich verfolge sie auf Facebook, Instagram und überall und beobachte mich selbst wie ich mir meinen eigenen Hass auf mich selbst schaufele.Warum tue ich das? Warum gehe ich freiwillig in das Treibsandgebiet?Weil ich nichts mehr hasse als mein eigenes Leben.Warum? Weil nicht so ist wie ich es mir gewünscht habe.Das ist normal sagen die anderen. Das ist normal, dass es anders wird, als man denkt. Ja, vielleicht ist das so.Aber was wenn man jemanden ein Versprechen gegeben hat und merkt, dass man es bricht und bricht und bricht. Nichts aus seinem Leben macht.Nicht das macht, wofür diese Person immer gekämpft hat.Dann bleibt nur der Hass auf einen selbst.Denn dieses Versprechen war wichtig. Auch für die eigene Person.Und die Jahre vergehen und ich stehe noch immer nur in den Startlöchern um dieses Versprechen einzulösen. Endlich anfangen zu leben und glücklich zu sein. Zufrieden zu sein.Ich bin es aber nicht. Selten hatte ich mehr Geld, aber noch seltener soviel Unzufriedenheit.Ich gab dir, der du starbst ein Versprechen und breche es wieder und wieder.Nicht weil du mir nichts wert bist. Weil ich es mir wohl nicht wert bin.Dafür zu kämpfen würde ich gerne. Doch ich merke wie ich immer wieder den Schwanz einziehe und dann doch das mache, was andere von mir wollen. Warum? Weil ich geliebt werden will und um jeden Preis vermeiden will, dass sich alles von früher wiederholt.Ich lebe in meinem eigenen Traumata. Und das dramatische ist, dass ich das sehr wohl bewusst weiß. Aber nichts dagegen tue.Ich fühle mich allem ausgeliefert. Dabei müsste ich nur aufstehen und mich zusammenreißen und anfangen.Doch dazu fehlt mir immer die Energie. Treibsand-Gefangene zu sein ist anstrengend. Es kreist um einen. Man wird müde. Will schlafen und schaffe es auch heute nicht sich zu befreien.Es ist wie festgebunden zu sein. Wie angeleint zu sein.Und das Herrchen ist der störrische eigene Kopf, der dir sagt, dass du nicht mehr, aber doch mehr verdienst. Aber da ich nichts mache, verdiene ich es nicht. Es ist ein aussichtsloser Kampf. Zumindest fühlt es sich meistens so an. Ich wünsche mir so sehr Energie um alles loszutreten.Um leicht genug zu sein, damit sich der Treibsand-Strom auflöst.Und ich hatte immer gehofft, ich finde sie in anderen Menschen.Am Ende des Tages bin ich doch allein.Und schreibe diesen Text. Und um mich herum tobt ein Sandsturm, weil es heute besonders schlimm ist. Warum ist es heute besonders schlimm?Weil ich merke dass ich mein eigenes Glückes Schmied bin.Doch ich weiß nicht woher ich mein Werkzeug nehmen soll und vor allem wer arbeitet heute noch als Schmied?

4.9.17 16:57

Letzte Einträge: Prolog, Einführung, Beginn, etwas das eben anfängt

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen